Brotbackautomaten ziehen in immer mehr Haushalte ein und finden fast täglich Anwendung. Das selbstgebackene Brot wertet jedes Frühstück am Morgen auf und erleichtert eine Ernährung, die mit Allergien und Unverträglichkeiten umgehen muss. (z.B. Glutenunverträglichkeit) Der tägliche Gebrauch geht an keiner Brotbackmaschine vorbei. Der richtige Umgang während der Reinigung und eine behutsame Pflege verlängern jedoch die Lebenszeit und sind leicht umzusetzen.
Der Aufbau des Brotbackautomats
Um die Reinigung des Brotbackautomats korrekt durchzuführen hilft es, den Aufbau des Geräts zu kennen. Prinzipiell kombiniert dieses Haushaltsgerät eine Teigknetmaschine und einen Backofen. Es besteht aus einem Gehäuse, auf dem ein Deckel angebracht ist. Im Inneren des Gehäuses befindet sich die Backform, die je nach Gerät rund oder eckig geformt ist. Die Rühr- oder auch Knethaken sind oftmals im Bodenbereich der Form angebracht und rühren den Teig von unten. In die Backform werden alle Zutaten gegeben und von der Maschine eigenständig verrührt. Im Gehäuse eingebaut sind dann noch die Heizrohre, die die Brote rundum backen.
Der Aufbau ist im Großen und Ganzen also nicht wirklich kompliziert – so ist auch die Reinigung keine große Kunst. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, die zu beachten sich auf Dauer lohnt.
Grundregeln der Reinigung und Pflege einer Brotbackmaschine

Wo gehobelt wird, da Fallen Späne. Oder in diesem Fall: wo gebacken wird, da bleiben Backreste.
Prinzipiell gilt: Vor dem ersten Gebrauch des Automaten muss dieser gründlich gereinigt werden. Durch die Produktion, die Lagerung oder den Transport können Rückstände im Gerät vorhanden sein, die gesundheitsschädigend sind. Ebenso sollte der Brotbackautomat nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Das verhindert, dass sich hartnäckige Verunreinigungen festsetzen und die Reinigung auch zukünftig einfach von der Hand geht. Außerdem beugt eine sofortige Reinigung eine Bakterienbildung vor und es entstehen keine unangenehmen Gerüche. Die nächste Benutzung des Geräts bereitet so auch von Vornherein Freude und die Lebenszeit verlängert sich außerdem.
Wichtig ist jedoch daran zu denken, vor jeder Reinigung unbedingt die Verbindung zum Strom zu trennen: Den Stecker zu ziehen. Es kann sonst zu Stromschlägen kommen. Der BBA ist nach dem Backvorgang außerdem sehr heiß, sodass es vor der Reinigung vollständig abgekühlt werden muss. Säubert man es im heißen Zustand, kann der Kontakt mit Flüssigkeit dazu führen, dass die Schutzbeschichtung porös wird und gegebenenfalls abblättert.
Die Brotbackmaschine gehört zu den Haushaltsgeräten, die Lebensmittel herstellen. In der Lebensmittelherstellung müssen generell höchste Hygienestandards und ein gewissenhafter Umgang mit Reinigungsmittel und –prozessen gewährleistet werden, um Vergiftungen oder andere Schädigungen durch die Essensaufnahme zu verhindern. Dies sollte auch im Privathaushalt so umgesetzt werden.
Korrekte Reinigung: alle Teile der Brotbackmaschine säubern
Um den Brotbackautomaten richtig zu pflegen, ist es wichtig, alle Teile des Geräts zu reinigen und keines auszulassen. Die Reinigung orientiert sich hier vor allem am Aufbau der Maschine.
Der einfache Teil der Reinigung bezieht sich auf die Außen- und Innenflächen des Gehäuses. Nach der Abkühlung werden die Backform und die Knethaken rausgenommen, sodass die Innen- und Außenflächen gut erreichbar sind.
Am wichtigsten ist die Reinigung der Teile, die mit dem Brot – also dem Lebensmittel – in direktem Kontakt stehen. Hier werden Backform und Knethaken einzeln gereinigt. Manchmal, vor allem bei Geräten, die schon öfters benutzt wurden, kann das Ablösen der Knethaken Schwierigkeiten bereiten. Hier sollte man nicht auf Gewalt zurückgreifen, sondern Speiseöl an die Einsteck-Stellen geben, sodass sich die Knethaken leichter ablösen lassen.
Tipp: Das Öl hilft übrigens auch beim Ablösen des fertig gebackenen Brotes. Bei viel genutzten Geräten kann es vorkommen, dass die Antihaftbeschichtung nicht mehr so gut funktioniert wie am Anfang und das Brot in der Form feststeckt. Das kann durch schmierende Lebensmittel wie eben Öl oder Margarine verhindert werden.
Die meisten, neueren Brotbackautomat-Modelle lassen sich nicht in der Spülmaschine sauber machen. Die dort verwendeten Reinigungsmittel sind zu aggressiv und würden die Schutzbeschichtung im Inneren des Gerätes zerstören, eine Verwendung ist dann nicht mehr möglich.
Desweiteren ist es ebenfalls nicht zu empfehlen, den kompletten Automaten in Wasser einzutauchen. Die sensible Technik der Maschine kann zu schnell kaputt gehen.
Reinigungsschritte beim Brotbackautomaten
Zu Beginn gilt, dass jede Brotbackmaschine prinzipiell gleich gereinigt werden kann. Um sicher zu gehen, auch jede Besonderheit des jeweiligen Herstellers zu beachten und kein Risiko einzugehen, empfiehlt es sich, einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen. Dort werden besonders sensible Zonen und individuelle Tipps bezogen auf das Gerät gegeben.
Die Reinigung der Backform
Vor der Reinigung ist es vor allem bei älteren Geräten oder welchen, die schon oft benutzt worden sind, ratsam, die Brotbackform und die Knethaken 20-30 Minuten lang in lauwarmem Wasser einzuweichen – das erleichtert das Säubern.

Die Backform am besten mit lauwarmen Wasser und einem Microfasertuch auswischen
Die Backform ist mit einer Antihaftbeschichtung überzogen, welche sehr sensibel und sehr sinnvoll ist. Sie sorgt dafür, dass der Teig nicht an den Wänden kleben bleibt, vermindert so Essensrückstände und erleichtert gleichzeitig die Reinigung. Außerdem ist das Brot nach dem Backen leichter herauszunehmen. Um die Benutzbarkeit der Brotbackmaschine zu maximieren, muss stets darauf geachtet werden, dass die Antihaftbeschichtung auf keinen Fall zerstört wird. Sie ist leicht ablösbar, kann abblättern und dann beim nächsten Backvorgang in den Teig gemischt werden. So werden über die Nahrung giftige und gefährliche Kleinteile aufgenommen und das sollte in jedem Fall vermieden werden. Um diese Schutzschicht nicht zu zerstören, muss zwingend auf die Nutzung der Stahlpartikel-Seite von Schwämmen verzichtet werden.
Besonders weiche Schwämme, idealerweise jedoch ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch helfen weiter. Gereinigt wird stets ohne starken Druck auf die Materialien und mit wenig lauwarmem Wasser. Im Nachhinein muss die Backform gründlich, aber vorsichtig abgetrocknet werden, damit beim Anschließen an den Strom keine Stromschläge vorkommen.
Sollte es nichtablösbare, größere Essensreste geben, empfiehlt es sich wie bereits erwähnt, die Form mit reinem, warmem Wasser zu füllen und für etwa eine halbe Stunde stehen zu lassen. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht zu heiß ist, da die Schutzschicht darauf mit Ablösen reagieren könnte.
Die Reinigung der Knethaken

Die Flaschenbürste ist perfekt zum Reinigen des Loches im Knethaken
Die Knethaken der Maschine sollten in jedem Fall vor dem Säubern eingeweicht werden, weil sie am intensivsten mit dem klebrigen Teig in Verbindung stehen. Auch sie sind mit einer Antihaftbeschichtung ausgestattet, weshalb beim Säubern der Haken die gleiche Vorsicht wie bei der Backform zu wahren ist. Ein Mikrofasertuch, leicht angefeuchtet, ist auch hier die beste Lösung.
Das Loch, mit welchem die Knethaken vor dem Backen befestigt werden, lässt sich ideal mit einer Flaschenbürste reinigen, um bis in die kleinsten Ecken optimal vordringen zu können. Auch die Aufsteck-Stäbe, die viele Automaten aufweisen, müssen von allen Teigresten befreit werden, da es sonst zur eingeschränkten Funktionstüchtigkeit der Haken während des Rührvorgangs kommen kann. Sie lassen sich auch gut mit einer kleinen Version der Flaschenbürste reinigen. Nach der Reinigung kann es sinnvoll sein, im Abstand von circa zwei Wochen, die Verschlussstelle einzuölen. Das verhindert Quietschen während des Backvorgangs und lässt die Maschinerie einwandfrei laufen.
Achtung: Sollte es zu Rissen oder Löchern in der Antihaftbeschichtung kommen, muss das Teil des Automaten unbedingt ausgetauscht und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verwendet werden.
Leider sind bei vielen Geräten die Ersatzteile oft sehr teuer, sodass sich ein vorsichtiger und gewissenhafter Umgang mit dem Brotbackautomat– vor allem während der regelmäßigen Reinigung – auszahlen wird.
Weitere Tipps zur Pflege des Brotbackautomaten
Abgesehen von der regelmäßigen Reinigung ist es außerdem ratsam, das Gerät stets offen – also ohne Deckel – auskühlen und trocknen zu lassen um unerwünschte Gerüche zu vermeiden. Es empfiehlt sich außerdem, eine Maschine zu kaufen, bei welcher die Rührhaken nach dem Knetvorgang zur Seite hin weggeklappt werden können, damit sie aus dem fertigen Brot nicht umständlich herausgezogen werden müssen. In diesem Artikel haben wir den aktuell einzigen BBA auf dem Markt vorgestellt, der diese tolle Funktion besitzt.
Wissenswert ist, dass durch Feuchtigkeit und Dampf farbliche Veränderungen an der Maschine entstehen können. Dies bedeutet im Normalfall jedoch keine Einbuße in der Qualität oder der Funktion, sondern ist normal.
Der Geheimtipp für den perfekten Umgang mit der eigenen Brotbackmaschine ist die Verwendung von Hausmitteln während des Säuberns. Gängige Reinigungsmittel sind oft zu scharf und greifen das sensible Material an. Am besten wäre es wohl, die Maschine gänzlich ohne Reinigungsmittel zu behandeln, dies ist jedoch auch nicht ratsam, da Bakterien entstehen können. So sollte auf jeden Fall auf Chemie verzichtet werden und stattdessen auf den eigenen Haushalt zurückgegriffen werden: Essiglösungen, Öl, Zitronensaft oder Backpulver sind stark wirksame Reinigungsmittel. Der einzige Nachteil besteht darin, dass die teils heftigen Aromen durch mehrmaliges Ausspülen des Geräteteils entfernt werden müssen, um sie später nicht im gebackenen Brot wieder zu finden.
Der Brotbackautomat funktioniert nicht mehr – und nun?
Oft kommt es vor, dass sich die Knethaken trotz surrendem Geräusch nicht mehr bewegen oder anhaltend abstoppen. In diesem Fall sollte das Brot rausgenommen, das gesamte Gerät gereinigt und getrocknet und die Maschinerie im Leerlauf getestet werden. Mit etwas Öl am Verschluss der Knethaken können diese manuell hin und her gedreht werden. Sollte dies überraschend leicht und ohne viel Gegendruck funktionieren, kann es sein, dass die Antriebsspindel ausgeleiert oder gerissen ist. Auch kann es sein, dass die Zahnriemen nicht mehr antreiben. Das ist eins der üblichsten Probleme bei Brotbackautomaten, die oft genutzt werden.
Talentierte Handwerker können den Automaten mit dem richtigen Heimwerkzeug auseinander nehmen, so dass man unter der Backform an den Antrieb der Knethaken kommt und das Problem beheben kann. In den meisten Fällen scheitert die Funktionstüchtigkeit an kleinen, verbogenen Teilchen, die schnell selbst repariert werden können. Zu beachten ist, dass man hierzu bei den meisten Geräten einen Spezialschraubendreher braucht, der lang genug ist, um an die Schrauben der unteren Seite des Automaten zu gelangen. Die Montage nach der Demontage bedarf desweiteren ein wenig Geschick und Abenteuerlust – kann aber zu enormen Einsparungen führen, da man kein Ersatzteil kaufen muss.
Fazit: Die Reinigung und Pflege lohnt sich
Alles in allem jedoch ist ein Brotbackautomat schnell der Liebling des Haushalts und soll auch für zukünftige Mahlzeiten optimales, selbstgebackenes Brot herstellen. Da lohnt es sich, die Zeit zu investieren! Die wenigen Minuten für die Reinigung und Pflege eines BBA verlängern den Spaß am Gerät immens und daher nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie dies gewissenhaft. Sie werden es nicht bereuen.